Britische Medien auf Expansionskurs in den USA

Ruhig ist es geworden um derStandard.de. Der Deutschland-Ableger der österreichischen Tageszeitung “Der Standard” war als Testballon für den zehn Mal größeren deutschen Markt gedacht – allerdings ohne zusätzliche Redaktion oder großen finanziellen Aufwand.

Etwas anders gehen es die britische Medien an, die den Spruch über den großen Teich in die USA wagen. Mit rund 100 Mitarbeitern machte der Guardian US im vergangenen Geschäftsjahr im US-Markt rund 25 Millionen Euro Umsatz – und einen Gewinn. Unter anderem durch das mittlerweile erfolgreiche Spendenmodell (siehe dazu: Erfolgreich ohne Paywall).

Mehr als die Hälfte der einmaligen Spenden kommen inzwischen aus den USA. Damit ist der Guardian US eigenständig überlebensfähig und profitabel.

Auch das Boulevard-Blatt Daily Mail ist schon seit geraumer Zeit am US-Markt aktiv und beschäftigt fast doppelt so viele Mitarbeiter wie der Guardian in den USA.

Anfang Jänner wagte sich nun mit der ‘Sun’ das nächste britische Blatt über den Atlantik.

Vorerst allerdings nur zaghaft: Erst zwölf Mitarbeiter arbeiten in der US-Redaktion in New York. Mehr zur Expansion der Briten im Horizont-Artikel: “Die Briten kommen! ‘The Sun’ expandiert in die USA”